~ Delfinarien: Leiden für ein billiges Vergnügen ~

Delfine und Menschen verbindet eine uralte Freundschaft. Schon vor 3000 Jahren wurde von Delfinen berichtet, die Schiffbrüchigen geholfen haben. Delphine sind die einzigen Wildtiere, die freiwillig Kontakt zu Menschen suchen. Sie gehören zu den am höchsten entwickelten Lebewesen. Wer jemals freie Delfine bei ihrem ausgelassenen Spiel beobachtet hat, weiss dass eine artgerechte Haltung in Gefangenschaft niemals möglich ist. Bereits der Fang von Delfinen ist der reinste Horror! Die Delfine werden mit Booten eingekreist, danach springen die Fänger ins Wasser, ergreifen die Tiere und ziehen sie brutal heraus. Dabei ertrinken immer wieder Delphine oder erleiden Verletzungen. Da man für die „Shows" schöne Tiere will, werfen die Fänger verletzte und alte Delfine zurück ins Wasser. Für die empfindlichen Tiere ist das brutale Gefangennehmen so erschreckend, dass sie in eine Art Schockstarre verfallen, die oft zu Überhitzung und Tod führt. Fachleute schätzen, dass bei der Jagd nach Delfinen für Delphinarien bis zu 40 Prozent der Tiere so ums Leben kommen. Auch viele der zurückgelassenen Jungtiere oder trauernden Artgenossen sterben infolge des schlimmen Erlebnisses an Schock.
 
    

Während des Transports müssen den Delfinen ständig Beruhigungsmittel und Aufbauspritzen gegeben werden, damit sie überhaupt überleben um dann jämmerlich den Rest des Lebens in einem Betongefängnis zu verbringen. Im Delfinarium angekommen, müssen die Tiere steif, halb gelähmt und von schmerzhaften Krämpfen gequält, oft stundenlang an der Wasseroberfläche gehalten werden, um nicht unterzugehen. Das alles nur, um später in geschmacklosen und entwürdigenden „Delfinshows" auftreten zu können und um die Kassen der tierausbeutenden Delfinarien Und Zoos zu füllen.
Einige Tiere verkraften die Gefangenschaft überhaupt nicht, und begehen Selbstmord, indem sie ihren Schädel solange gegen die Betonwände rammen, bis er zerbricht. Auch werden die Tiere trotz stark gechlortem Wasser oft von Pilzerkrankungen befallen, die nicht selten tödlich enden. Lungenentzündungen (oft durch menschliche Keime hervorgerufen), Blutvergiftungen und Organveränderungen gehören unter gefangenen Delphinen zu den häufigsten Todesursachen. Gekippte Rückenflossen sind ein Zeichen dafür, dass der Delfin sehr krank ist und/oder seelisch geschädigt ist.

~ Tausende von Delfinen schwimmend in totaler Freiheit und so soll es sein ~

Betreiber von Delphinarien besitzen meist die Frechheit zu behaupten, dass Delphinarien der Volksbildung und der Forschung dienen. Aber so ist es bestimmt nicht. Es ist nichts anderes als Geldmacherei durch schwersten Missbrauch von leidensfähigen Lebewesen! Der Mensch sollte es aber nicht nötig haben, sich auf Kosten wehrloser Geschöpfe zu amüsieren. Das Delphinarium gehört wie die Hundehatz auf angekettete Bären und Stiere oder der Hahnenkampf in den Abfalleimer der antiken Tierquälerei und sollte uns nicht länger unterhalten.

Wie sagte doch Albert Schweitzer: Die Ausstellung dressierter Tiere verabscheue ich, welch ein Mass an Leiden und brutaler Behandlung müssen die armen Kreaturen erdulden, um dem gefühl- und gedankenlosen Menschen einige Augenblicke der „Freude" zu bereiten!
 
(Quelle: Claudia Stampa)
 
Link zu Japans Delfinfang – Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen (pdf)
 
Das AUS des einzigen Delfinariums der Schweiz, das «Connyland Delfinarium» in Lipperswil/TG ist praktisch beschlossene Sache!